{"id":624,"date":"2017-08-22T09:20:38","date_gmt":"2017-08-22T09:20:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.positive-psychologie.ch\/?page_id=624"},"modified":"2017-08-22T10:09:33","modified_gmt":"2017-08-22T10:09:33","slug":"positive-leadership-positive-fuehrung","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.positive-psychologie.ch\/?page_id=624","title":{"rendered":"Positive Leadership (Positive F\u00fchrung)"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"poslead\"><\/a><br \/>\nDer Ansatz der positiven F\u00fchrung entwickelte sich aus den Grundannahmen der positiven Psychologie, die sich in der betriebswirtschaftlichen Praxis bew\u00e4hrt haben (Creusen &#038; Eschemann, 2008). Das Fundament der positiven F\u00fchrung ist das psychologische Kapital, zu dem die Selbstwirksamkeit, die Hoffnung und Zielerreichung, der Optimismus und die Resilienz z\u00e4hlen. Selbstwirksamkeit zeichnet sich durch den Glauben Ziele erreichen zu k\u00f6nnen aus. Hoffnung und Zielerreichung hat jemand, der motiviert ist und entschieden das Ziel angeht. Optimismus \u00e4ussert sich durch eine positive Erwartung an die Zukunft und das sich-selbst-zuschreiben von Erfolgen aus. Widerstandsf\u00e4higkeit oder Resilienz ist die F\u00e4higkeit trotz ung\u00fcnstiger Umst\u00e4nde positiv und voller Ressourcen zu bleiben. Diese Eigenschaften gehen mit einer gesteigerten Zufriedenheit einher. Positive F\u00fchrung stellt das Wohlbefinden der Menschen im Unternehmen und die Leistungsf\u00e4higkeit der Organisation in den Mittelpunkt. Der positive F\u00fchrungsansatz besteht aus vier Elementen: der Talenteentwicklung, dem Engagement, der Entwicklung einer Vision und der Beteiligung (Teamentwicklung). <\/p>\n<p>Der erste Schritt, die Talenteentwicklung, erfolgt durch die Erfassung von Charakterst\u00e4rken und ihre Implementierung in den Arbeitskontext (Peterson &#038; Seligman, 2004). <\/p>\n<p>Um das Engagement zu steigern wird der Flow Ansatz von Csikszentmihalyi verwendet. Beim Flow treffen individuelle F\u00e4higkeiten auf hohe Herausforderungen, Personen versinken in die T\u00e4tigkeit, verlieren dabei jegliches Zeitgef\u00fchl und als Folge werden positive Emotionen erfahren. Um Flow-Zust\u00e4nde zu erleben, ist es notwendig eine Balance zwischen F\u00e4higkeiten und Anforderungen zu erzielen. T\u00e4tigkeiten, bei denen Flow erlebt werden, sollten identifiziert und ausgeweitet werden. <\/p>\n<p>Der dritte Aspekt, die Entwicklung einer motivierenden Unternehmensvision gr\u00fcndet sich im Built to Last-Ansatz von Collins und Porras (1996). Visionen k\u00f6nnen Sinn und Sinngebung geben, Identifikation mit dem Unternehmen und Motivation bei der Arbeit schaffen.<br \/>\nF\u00fcr den vierten Aspekt, die Teamentwicklung, wird der Grid Ansatz von Blake und Mouton (1964) verwendet. Die Beteiligung aller Mitarbeiter f\u00fchrt zu einem Miteinander, das positive Resultate und Erfolge mit sich zieht. Das Grid-Modell unterscheidet zwischen einer Menschen- und Sachorientierung und analysiert und ver\u00e4ndert eigenes und fremdes Verhalten. Diese beiden Orientierungen k\u00f6nnen anhand zweier Achsen dargestellt werden, die sich in neun Stufen unterteilen. Daraus ergeben sich theoretisch 81 verschiedene Verhaltensmuster. F\u00fcnf dieser Verhalten werden als wesentlich betrachtet: Das \u201e\u00dcberlebensmanagement\u201c, \u201eCountry-Club-Management\u201c, \u201eOrganisationsmanagement\u201c, \u201eBefehl-Gehorsam-Management\u201c, und \u201eTeammanagement\u201c. Das Teammanagement wird als idealer F\u00fchrungsstil angesehen. Dieser wird durch hohe Arbeitsleistung von begeisterten Mitarbeitern gekennzeichnet. Dieser Stil zeichnet sich durch eine offene Kommunikation, Verantwortung, gemeinsame Probleml\u00f6sung und Entscheidungsfindung aus. Beim Befehl-Gehorsam-Management ist die F\u00fchrungskraft stark aufgabenorientiert, nimmt jedoch wenig R\u00fccksicht auf zwischenmenschliche Beziehungen. Beim Organisationsmanagement werden sowohl die Beziehungs- als auch die Aufgabenorientierung miteinander verbunden. Das Country-Club-Management betont zwischenmenschliche Beziehungen und schenkt den Bed\u00fcrfnissen der Mitarbeiter viel Beachtung. Dies f\u00fchrt zu einer bequemen und freundlichen Atmosph\u00e4re und zu einem entsprechenden Arbeitstempo. Das \u00dcberlebensmanagement zeichnet sich durch eine geringe Aufgabenorientierung und geringe Beziehungsorientierung aus. Bei diesem F\u00fchrungsstil hat die F\u00fchrungskraft die geringstm\u00f6gliche Einwirkung auf die Arbeitsleistung und auf die Mitarbeiter.<\/p>\n<h3>Referenzen<\/h3>\n<p>Blake, R. R., &#038; Mouton, J. S. (1964). <em>The Managerial Grid: The key to leadership excellence.<\/em> Houston, TX: Gulf Publishing Company. <\/p>\n<p>Creusen, U., &#038; Eschemann, N. (2008). Talente finden und f\u00f6rdern. Harvard Business Manager, 30(1), 54-65. <\/p>\n<p>Creusen, U., &#038; Eschemann, N. (2008). <em>Zum Gl\u00fcck gibt&#8217;s Erfolg: Wie Positive Leadership zu H\u00f6chstleistung f\u00fchrt.<\/em> Z\u00fcrich: Orell F\u00fcssli Verlag AG.<\/p>\n<p>Collins, J. C. &#038; Porras, J. I. (1996). Building your company\u2019s vision. <em>Harvard Business Review,<\/em> 65-77.  <\/p>\n<p>Peterson, C., &#038; Seligman, M. E. P. (2004). <em>Character strengths and virtues: A handbook and classification.<\/em> New York: Oxford University Press and Washington, DC: American Psychological Association.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ansatz der positiven F\u00fchrung entwickelte sich aus den Grundannahmen der positiven Psychologie, die sich in der betriebswirtschaftlichen Praxis bew\u00e4hrt haben (Creusen &#038; Eschemann, 2008). [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-624","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.positive-psychologie.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/624","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.positive-psychologie.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.positive-psychologie.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.positive-psychologie.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.positive-psychologie.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=624"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.positive-psychologie.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/624\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":690,"href":"http:\/\/www.positive-psychologie.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/624\/revisions\/690"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.positive-psychologie.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}